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19.11.2016

Krankenkassen überarbeiten Abrechnungsziffern

Die Krankenkassen, allen voran Concordia, CSS, Groupe Mutuel, Helsana, Sanitas, SWICA und Visana, planen im Monat Dezember an sämtliche registrierten Therapeuten einen Brief zu verschicken mit Informationen zu den überarbeiteten Abrechnungsziffern (Tarif 590) und einem einheitlichen Rechnungsformular, dieses ist für die Krankenkassen elektronisch lesbar. Auch Kassen, die in der obigen Aufzählung fehlen, sollen ab 1.1.2017 in der Lage sein das neue Rechnungs-Formular lesen zu können. Es kann also für sämtliche Abrechnungen und egal ob ASCA-, EMR- oder SPAK-Registrierung, benutzt werden. Die Abrechnungsziffern haben nichts zu tun mit unserem Stundenansatz oder den Betrag, den die jeweiligen Versicherer den Patienten vergüten, sondern dienen lediglich der Zuordnung der verschiedenen Therapien und Methoden, d.h. diese Ziffern ersetzen für uns Homöopathen die Methoden-Nr. 91 des EMRs.

 

Sowohl die Tarifziffern als auch das Rechnungsformular werden ab 1.1.2017 probeweise eingeführt, d.h. es MUSS noch niemand damit arbeiten. Allerdings können wir im Verlauf von 2017 Rückmeldung an die Kassen machen, falls sich in der Praxis sowohl beim Tarif als auch beim Abrechnungsformular etwas als untauglich oder mangelhaft erwiesen hat. Wir sind also bei aller vorläufigen Freiwilligkeit darauf angewiesen, dass einige Therapeuten sich die Mühe machen mit den neuen Anforderungen zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Ab 1.1.2018 soll das Ganze obligatorisch werden, vorausgesetzt natürlich, dass bis dahin die entdeckten Unzulänglichenkeiten oder Lücken behoben werden konnten. Noch sind die Details nicht fertig geregelt, auch wer das Rechnungsformular zur Verfügung stellt ist noch ungeklärt. Wir werden Euch als Verband weiterhin auf dem Laufenden halten und weitere Informationen liefern, sobald sie uns erreichen.

 

 
 

1.6.2016

Neuregelung der Leistungspflicht von komplementärmedizinischen Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung

2017 wird die Vergütung der ärztlichen Komplementärmedizin durch die Grundversicherung neu geregelt. Damit wird eine zentrale Forderung des Verfassungsartikels 118a Komplementärmedizin umgesetzt. Diesem Artikel hatte die Schweizer Bevölkerung 2009 mit 67% zugestimmt. Der Dachverband Komplementärmedizin Dakomed (sowie andere Organisationen) begrüssen den Entscheid des Eidgenössischen Departement des Innern (EDI), diese Fachrichtungen den anderen von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) vergüteten medizinischen Fachrichtungen gleichzustellen. Von dieser Neuregelung betroffen ist ausschliesslich die Vergütung ärztlicher Komplementärmedizin durch die Grundversicherung. Auch wenn die meisten nichtärztlichen HomöopathInnen und Homöopathen davon keine direkten Vorteile spüren werden, ist es doch ein wichtiger Schritt zur Festigung des komplementärmedizinischen Angebotes nicht nur im Gesetzestext, sondern auch in der breiteren Bevölkerung.

 

In der ausführlichen Stellungnahme des Dakomed werden ausgewiesene Punkte hervorgehoben, die die Bedeutung der Komplementärmedizin unterstreichen. Einige dieser Punkte seien an dieser Stelle kurz erwähnt:

  • Speziell in der Behandlung von Kindern, Schwangeren und alten Menschen und bei chronischen Krankheiten hat die Komplementärmedizin längst grosse Bedeutung erlangt.
  • Da der Selbstregulation des Organismus und seinen Selbstheilungskräften eine entscheidende Bedeutung zugemessen wird, werden durch komplementärmedizinisch tätige Ärzte z.B. Antibiotika nur sehr zurückhaltend verschrieben, was wiederum einen positiven Effekt auf die Prävention von Antibiotika-Resistenzen hat.
  • Eine Expertengruppe zur Sicherung der evidenzbasierten Qualität der ärztlichen Komplementärmedizin hat herausgearbeitet, dass die Forderung des Bundesrates nach grundsätzlicher Gleichstellung der komplementärmedizinischen mit den konventionellen Fachrichtungen wissenschaftlich hinreichend fundiert ist. Zum Thema WZW-Nachweis (Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit) wird noch einmal explizit darauf verwiesen, dass auch in der konventionellen Medizin die Evidenzlage für den WZW-Nachweis begrenzt ist. Niemand würde (heute) den vollständigen WZW-Nachweis ganzer schulmedizinischer Fachrichtungen (z.B. Urologie, Radiologie, Psychiatrie) fordern. Die Behauptung, die ärztliche Komplementärmedizin verfüge noch immer nicht über genügend wissenschaftliche Studien, ist falsch und lässt auf ein Defizit an Literaturrecherche schliessen.
  • Es wird ebenfalls explizit darauf hingewiesen, dass die Schweiz durch die Regelung der Ärzteausbildung sehr hohe Anforderungen für die Anerkennung der ärztlichen Komplementärmedizin stellt.

Ein Punkt, der an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden soll, zeigt, dass komplementärmedizinisch tätige Ärztinnen und Ärzte günstiger arbeiten als die Vergleichsgruppe der rein schulmedizinischer Grundversorger. Ein Blick auf die Vergleichsdaten 2010-2014 von homöopathisch und rein schulmedizinisch tätigen Ärztinnen und Ärzte zeigt – auch wenn sich nur um einen reinen Zahlenvergleich handelt – folgende interessante Aspekte:

  • Die durchschnittlichen Kosten pro Patient (ohne Medikament) betragen im Schnitt über die 5 Jahre 430.- bei homöopathisch und 440.- bei schulmedizinisch tätigen Ärztinnen.
  • Die Medikamentenkosten pro Person betragen im Schnitt über die 5 Jahre 214.- bei den homöopathisch und 400.- bei schulmedizinisch tätigen Ärztinnen.
  • Die Gesamtkosten pro Person betragen demzufolge im Schnitt über die 5 Jahre 645.- bei homöopathisch und 841.- bei schulmedizinisch tätigen Ärztinnen.

Quellen: Stellungnahme der Dakomed sowie Auswertung SVKH 2015

 

 
 

1.6.2016

Forschungsreader Homöopathie WissHom

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie hat Ende Mai 2016 einen 60-seitigen Forschungsreader vorgelegt. Im Fazit kommen die Wissenschaftler und Ärzte zu einer klaren Aussage: «Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.» Das PDF mit Arbeiten zu Versorgungsforschung, randomisierten kontrollierten klinischen Studien, Meta-Analysen und Grundlagenforschung ist mittels diesem Link abrufbar:

 
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