Health Technology Assessment (Bornhöft et al.)

Health Technology Assessment (HTA)

Ein Bericht zur Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Homöopathie in der Schweiz im Rahmen der PEK (Programm Evaluation Komplementärmedizin)

Autoren: Gudrun Bornhöft (a,d), Ursula Wolf (b,d), Klaus von Ammon (b), Marco Righetti (c), Stefanie Maxion-Bergemann (d), Stephan Baumgartner (b), André Thurneysen (b), Peter F. Matthiessen (a,d)

Veröffentlicht in : Forsch Komplementärmed 2006;13(suppl 2):19–29

Der „Health Technology Assessment (HTA)”-Bericht zur Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Homöopathie in der Schweiz wurde im Auftrag des Eidgenössischen Bundesamtes für Gesundheit (BAG) im Rahmen des „Programmes Evaluation Komplementärmedizin (PEK)” erstellt.

Der Bericht kommt zum Schluss, dass eine grosse Anzahl von qualitativ hochwertigen Arbeiten der präklinischen Grundlagenforschung die Auffassung regulativer und spezifischer Effekte homöopathischer Hochpotenzen bei Lebewesen stützt.

Die Auswertung von 22 systematischen Übersichtsarbeiten zur Homöopathie ergab für 20 Arbeiten zumindest einen Trend zugunsten der Homöopathie. Davon konnte für 5 Studien ein deutlicher Beleg der Wirksamkeit einer homöopathischen Therapie nachgewiesen werden. Die restlichen zwei Studien zeigten keine signifikanten Ergebnisse zu Gunsten der Homöopathie.

Die Auswertung von 29 systematisch ausgesuchten Studien im Bereich von allergischen Reaktionen und Infektionen des Respirationstrakts zeigte ein positives Ergebnis zugunsten der Homöopathie. Davon wiesen 6 von 7 kontrollierte Studien eine Gleichwertigkeit mit konventionell-medizinischen Interventionen und 8 von 16 placebokontrollierten Studien eine Signifikanz zugunsten der Homöopathie auf. Die restlichen 6 systematisch ausgesuchten Studien werden im Artikel nicht kommentiert.

Die Autoren kommen zum Schluss, dass die Wirksamkeit der Homöopathie unter Berücksichtigung von internen und externen Validitätskriterien als belegt gelten kann, die professionelle, sachgerechte Anwendung als sicher. Zuverlässige Aussagen zur Wirtschaftlichkeit seien derzeit nicht möglich.

Referenzen

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a Chair in Medical Theory and Complementary Medicine, University of Witten/Herdecke, Germany
b Institute for Complementary Medicine (KIKOM), Inselspital, University of Berne, Switzerland
c Medical Practice, Zurich
d PanMedion Foundation, Zurich, Switzerland

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