HVS-News 2020/1 – Rückblick Seminare 2019

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Über das Wochenendseminar mit Resie Moonen vom 23./24. März 2019 habe ich bereits in den HVS-News 02-2109 ausführlich berichtet. Bis heute geblieben ist mir, dass ich Resie an diesem Seminar mit ganz anderen Augen wahrgenommen habe. Das Thema der werdenden Mütter, der Geburten und Kinder liess sie sanfter und weicher erscheinen. Ihr vermitteltes Wissen hat mich in meiner Praxistätigkeit mit Schwangerschaft und Geburt nachhaltig gestärkt, beispielsweise indem ich nun immer auch einen Blick auf die Verbindung zwischen Mutter und Kind (auch ungeboren) richte und fehlende Verbindungen durch die Techniken von Resie Moonen fördern oder schaffen kann.

Beim Seminar vom 2. November 2019 von Theresia Weber erhielten wir sehr kontroverse Kritiken von 73 % der 23 Seminarbesucherinnen. Ich hatte mich sehr auf dieses Seminar gefreut, die einfühlsame Kommunikation mit schwerkranken Menschen und deren Angehörigen ist doch für uns alle sowohl im Privaten wie auch im Praxisleben ein wichtiges Thema. Leider konnte ich nicht dabei sein und gebe die Meinung der Besucherinnen wieder: Ein Drittel der Kolleginnen war mit dem Seminar zufrieden und beschrieb, sie hätten einen guten Einblick in das Thema erhalten. Die restlichen waren es nicht oder nur teilweise und viele bemängelten, dass einiges schon bekannt war und trotz der Übungen zu theoretisch. Beispielsweise wurden konkrete Kommunikationsvorschläge und Videokonsultationen zum Nachbesprechen vermisst. Die Dozentin wurde aber von einer grossen Mehrheit sehr geschätzt, sie wurde als beeindruckend, abwechslungsreich und als Person mit einfühlsamem und grossem Erfahrungsschatz beschrieben. Auch wurde die Untermalung des Referats mit Filmen, Musik und Gedichten gelobt. Genau die Hälfte der Rückmelderinnen würde ein weiteres Seminar bei Theresia Weber besuchen, die andere nicht.

Beim Dreitagesseminar von Ende November 2019 mit Annette Sneevliet gab es keinen Zweifel: es war einfach genial und ausserordentlich lehrreich. Annette jonglierte mit ihrem Evolutionssystem durch diverse Fälle, und je länger das Seminar dauerte, desto mehr verstanden wir, wie es wirklich funktioniert und wie hilfreich es ist, sich damit auszukennen. Das Seminar war anspruchsvoll und Personen, die noch nicht lange mit der Empfindungsmethode arbeiten, waren besonders gefordert. Systemische Homöopathie ist nie an einem Wochenende zu lernen. Wichtig ist, dass jedes Mal einige Dinge hängenbleiben und ein paar andere gefestigt werden und sich so das Wissen über die Zeit ansammelt. Ein bisschen von „sicheren Pflanzenverschreibungen“, wie es im Flyer ausgeschrieben war, zeigte uns die Dozentin doch. Aber Annette ist bekannt dafür, dass sie den Fragen der Teilnehmerinnen und dem natürlichen Verlauf ihres Seminares folgt und sehr oft umdisponiert. So erhielten wir vor allem Informationen dazu, wie das Evolutionssystem in den verschiedenen Reichen anzuwenden ist, und bei der Tierwelt blieben wir hängen. Nebst ein paar zusätzlich lehrreichen Informationen zu Milchmitteln waren vor allem Mollusken Thema, und deren Differenzierung erscheint nach diesem Seminar einfach und klar. Spannend waren auch ihre Fälle, und auch mitverfolgen zu können, wie sie die klassische Herangehensweise mit Repertorium, Materia Medica, der Empfindungs-Methode und dem Evolutionssystem kombiniert.

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