HVS-News 2020/2 – HVS-Seminare

HVS-News 2020/2, HVS-News Archiv

Jacqueline Soffner übernimmt die Aufgaben von Jsabelle Tschanen
Als ich in den letzten HVS-News das Inserat der Seminarorganisation sah, dachte ich «das könnte ich eigentlich». Wenig später traf ich mich mit einer Kollegin, die mich fragte, ob ich das Inserat gesehen hätte. «Du bist genau die Richtige für den Job» meinte sie. Da bin ich also und freue mich auf diese neue Aufgabe. Umso mehr, als ich mich Anfang Jahr entschieden habe, mich ganz auf die Homöopathie zu fokussieren. Ich habe meine 40 Prozent Festanstellung bei santésuisse gekündigt und habe deshalb etwas Zeit für ein Amt zu Gunsten der Homöopathie.

Praxistätigkeit an drei Standorten
Nach dem Abschluss meiner Ausbildung an der SHS im Juni 2015 habe ich ein Jahr lang wöchentlich bei Frau Dr. Ursula Frei in Solothurn den Alltag in der Praxis erleben dürfen und Einblicke in die Predictive Methode bekommen. Dieses Praktikum hat mir auch den Mut gegeben, parallel in Solothurn an einem Tag in der Woche eigene Patienten zu behandeln.
Mir war aber von Anfang an klar, dass mein Hauptstandort in der Region Sursee sein würde. Nach kurzer Suche gründete ich im neueröffneten Stöckli Medical Gesundheitszentrum in Oberkirch bei Sursee am 1.1.2017 meine eigene Praxis. Ich bin als Mieterin ausdrücklich erwünscht, als Ergänzung zur Hausarztpraxis, Kinderarztpraxis und Physiotherapie.
Seit einem Jahr bin ich zudem im Schloss Sumiswald tätig. Da ich in Dürrenroth im Emmental wohne, lag es auf der Hand, dass ich auch im Kanton Bern praktiziere. Die Gemeinde Sumiswald wollte das Schloss einer neuen Nutzung zuführen und vermietet die Räume zu günstigen Konditionen an Startups, darunter viele Therapeuten.
So bin ich also inzwischen an drei Standorten tätig, was mir sehr entspricht.

Lebenslauf
Nichts hat eigentlich darauf hingedeutet, dass ich Homöopathin werden würde. Nur mein Homöopath hat später mal erwähnt, er habe schon lange vor mir gewusst, dass das mein Weg sei.
In meiner Familie sind keine Kräuterkundigen, keine Homöopathen und auch keine Ärzte.
Mein erster Berufswunsch war Lehrerin, später während der ganzen Schulzeit Dolmetscherin. Leider wurde nichts daraus, weil meine belgische Matura damals in der Schweiz nicht anerkannt war.
So stand ich mit 18 alleine in der Schweiz, ohne Plan, was jetzt aus mir werden sollte.
Ich begann ein Wirtschaftsstudium an der HSG St. Gallen, brach aber nach 2 Jahren ab, weil es mir nicht entsprach. Ich stieg ins Berufsleben ein und liess mich von meinem Arbeitgeber im IT-Bereich schulen. Danach war ich im PC-Support und -Schulung tätig, eine Zeit lang als Übersetzerin einer Bankenlösung, später führte ich ein Sekretariat inkl. Qualitätssicherung. Da kam das Internet auf, ich bildete mich zum Webpublisher aus und bekam eine Stelle in einer Maschinenfa-brik, wo ich für das Internet, den PC-Support und die technische Redaktion von Handbüchern zuständig war. Nach und nach bekam ich Marketingaufgaben und wechselte nach 12 Jahren zur Firma Omida als Product Managerin für Komplexmittel. Parallel dazu absolvierte ich meine Ausbildung als Homöopathin.

Wie ich zur Homöopathie kam
Während meiner HSG – Zeit wurde ich hypochondrisch und hatte oft Atemnot. Das dauerte ein paar Jahre, und kein Arzt konnte mir helfen. Und obwohl ich absolut davon überzeugt war, dass Homöopathie mir nicht helfen könnte, entschied ich mich in meiner Verzweiflung und mit viel Skepsis, einen Homöopathen aufzusuchen. Seine Globuli halfen mir innert kurzer Zeit. Von da an ging ich nur noch zum Homöopathen, und auch meine Tiere wurden homöopathisch behandelt. Aber erst viele Jahre später, als ich zusehends unzufrieden wurde mit meinem beruflichen Leben und intensiv nach einer Neuausrichtung suchte, kam nach einem Schlüsselerlebnis ganz unerwartet der Wunsch auf, Homöopathin zu werden.
Die Homöopathie fasziniert mich und treibt mich an, immer mehr zu lernen, damit ich kranken Menschen und manchmal auch Tieren helfen kann.
Schon sehr früh in der Ausbildung bei Urs Schrag habe ich gemerkt, dass die Vorgehensweise von Rajan Sankaran mir entspricht. Ich fahre jedes Jahr zu Annette Sneevliet nach Holland, weil ich von ihr sehr viel lernen kann und sich Holland wie meine zweite Heimat anfühlt. Ich glaube aber, dass alle Methoden zum Ziel führen und bin grundsätzlich für vieles offen.

Mir ist es wichtig, dass ein starker Verband die Interessen der Homöopathen vertritt. Deshalb bin ich bereit, meine vielseitigen Kenntnisse zum Allgemeinwohl einzubringen. Ich glaube, dass ein neues Zeitalter ansteht und sich einiges ändern wird, wohl auch im (Weiter) -Bildungsbereich. Ich freue mich sehr, diese spannende Herausforderung mit dem ganzen Team Weiterbildung anzugehen.

Jacqueline Soffner

Menü