Thyroxin bei Bergfröschen (Weber et al.)

The effect of homeopathically prepared thyroxine on highland frogs: influence of electromagnetic fields

Die Wirkung von homöopathischem Thyroxin bei Bergfröschen – eine Studie über den Einfluss von elektromagnetischen Feldern auf homöopathische Lösungen, Östereich

Autoren: S Weber, PC Endler (1), SU Welles (1), E Suanjak-Traidl (1), W Scherer-Pongratz (1), M Frass (1), H Spranger (1), G Peithner (2) and H Lothaller (3)

Veröffentlicht in: Homeopathy (2008) 97, 3–9

Als Hindergrund für die Studie geben die Autoren an, dass in früheren Studien gezeigt wurde, dass Amphibienlarven auf das homöopathisch aufbereitete Hormon Thyroxin, das in der Schilddrüse von Menschen und Säugetieren gebildet wird, reagieren.

In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss von hochverdünnten und verschüttelten Thyroxin-Lösungen, die verschiedenen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt wurden, auf die Metamorphose der Bergfrösche Rana temporaria untersucht.

Als Quellen für die elektromagnetischen Strahlung wurden ein frühes Modell eines Mikrowellengeräts verwendet, da dieses bekanntlich höhere elektromagnetische Felder verursacht als neuere Geräte, ein mobiles Telefon, ein Röntgenstrahl-Gepäcksscanner auf einem Flughafen sowie ein Rotlicht-Barcode-Scanner (660 nm).

Die Tiere wurden entweder mit einer homöopathisch aufbereiteten Thyroxin-Lösung mit einer Verdünnung von 10-30 behandelt, in einer Standardlösung ohne Thyroxin oder mit entsprechenden Thyroxin-Lösungen, die den elekromagnetischen Feldern der oben genannten Quellen ausgesetzt wurden. Einzelne Proben wurden dabei mit handelsüblicher Aluminum-Folie umhüllt. Die einzelnen Lösungen wurden zudem entweder in Wasser oder in Alkohol angesetzt, um zu untersuchen, ob diese Trägersubstanzen einen Einfluss auf das Ergebnis haben.

Die Analysen wurden von drei Forscherteams unabhängig voneinander blind durchgeführt. Insgesamt wurden 860 Tiere mit der homöopathischen Thyroxin-Ausgangslösung und 860 Frösche mit der Standardlösung ohne Thyroxin behandelt. Weitere 1160 Tiere wurden mit den homöopathischen Thyroxin-Lösungen behandelt, die den verschiedenen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt wurden.

Ergebnisse: Die Tiere, die mit der homöopathischen Thyroxin-Ausgangslösung behandelt wurden, entwickelten sich – wie auch schon in früheren Studien gezeigt wurde – langsamer als die Tiere in der Standardlösung ohne Thyroxin. Der Effekt des homöopathisch aufbereiteten Thyroxins war dabei den bekannten physiologischen Effekten von molekularem Thyroxin entgegengesetzt.

Die Anzahl der Tiere, die die vierbeinige Phase ereichten, war in der Gruppe, die mit der homöopathischen Thyroxin-Ausgangslösung behandelt wurden, geringer als in der Vergleichsgruppe. Dieser Effekt wurde jedoch nicht beobachtet, wenn die homöopathische Thyroxin-Ausgangslösung den elektromagnetischen Feldern des alten Mikrowellengeräts sowie des mobilen Telefons ausgesetzt wurde. Die homöopathische Wirkung der Lösungen wurde somit durch diese Quellen eliminiert. Der Röntgenstrahl-Gepäcksscanner und der Rot-Licht-Barcode Scanner reduzierten den Effekt der homöopathischen Lösung dagegen nicht. Ein Wirkungsunterschied, ob die Lösung auf Wasser oder Alkohol basiert, konnte jeweils nicht gezeigt werden, Aluminium-Folie hatte – wenn überhaupt – nur einen geringen Effekt.

In der Diskussion führen die Autoren an, dass es ihrer Meinung nach gegenwärtig zu früh sei, eine Erklärung zu versuchen, weshalb die elektromagnetischen Felder bestimmter Quellen homöopathische Lösungen verändern und andere nicht. Weitere vertiefende Untersuchungen müssen zur Beantwortung dieser Frage durchgeführt werden. Zudem führen die Autoren an, dass weitere Experimente darauf hindeuten, dass Globuli ein stabileres Informationslagerungsvermögen besitzen als homöopathische Lösungen. Studien dazu sind gegenwärtig in Gange.

Literatur

Abstract auf PubMed. Um den Artikel herunterladen zu können, muss man Mitglied bei ScienceDirect sein.

Referenzen

1 Interuniversity College Graz/Castle of Seggau, Austria http://www.inter-uni.net/de
2 Peithner Inc., Vienna, Austria
3 University of Graz, Austria

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